Wir planen selber den Zeitpunkt des Heimgangs


Die geistige Welt erklärt mir derartige Zusammenhänge gerne mit Analogien:

„Wir beschließen den Zeitpunkt unseres Todes noch in der geistigen Welt, noch bevor wir in diese Dimension hineingeboren werden.“

Wenn ich diese Aussage alleine stehen lasse, erwidern viele Menschen: „Aber mein Papa hat uns geliebt, warum hätte er freiwillig gehen sollen?“

Sterbezeeitpunkt

Die Erklärung der geistigen Welt:

Ihr Vater hat zum einen nichts von seinen gegenwärtigen Lebensumständen gewusst, er wusste weder von Ihnen noch von anderen Angehörigen. Und auch wenn er es gewusst hätte, hätte es für ihn keinen Unterschied gemacht. In unserer Welt (dem sogenannten Jenseits) freuen sich die Seelen darauf in Eure Welt zu kommen, da wird nicht wehmütig an den Heimgang gedacht, und womöglich die Reise gar nicht erst angetreten.

Es ist so, als wenn Ihr in Eurer Welt einen Kinobesuch plant, es ist der tollste Film des Jahres, alle schwärmen davon. Und Ihr freut Euch darauf, eine großartige Zeit mit tollen Freunden zu verbringen. Ihr würdet diesen Besuch nicht absagen, weil Ihr danach in ein kaltes Auto steigen müsst, oder weil es regnen wird, wenn Ihr das Kino verlasst. Ihr bucht die Eintrittskarte im vollen Bewusstsein dessen, dass der Film nicht alle Ewigkeit dauern wird, sondern nur eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen wird, nehmen wir an 93 Minuten. Ihr würdet den Besuch des tollsten Film des Jahres auch nicht absagen, weil Euch der Kartenverkäufer einen anderen Film empfiehlt, der 120 Minuten dauert. Die Länge ist Eure Wahl nicht entscheidend, Ihr wollt nichts anderes, als den tollsten Film des Jahres ansehen – es ist Euch egal, dass der Regisseur und der Cutter diesen auf 93 min Länge gebracht haben. Es kommt Euch auf den Inhalt an – spannend, aufregend, unterhaltsam. Auch wird es Euch nicht weiter tangieren, wenn Eure beste Freundin während der Vorstellung auf die Toilette läuft – schließlich wisst Ihr, dass Ihr sie bald wiedersehen werdet.

Das alles wisst Ihr, wenn es um einen Kinobesuch geht.  

Nichts anderes ist es, mit Eurem Leben:  Eurer Erfahrung in der physischen Welt – es ist ein Ausflug, der tollste Ausflug den Ihr Euch ausgesucht habt, der Euch inspirieren und erfreuen wird. Ihr plant Euren Todeszeitpunkt selber – und die Betonung liegt auf „plant“, Ihr entscheidet nicht spontan. Es nimmt Euch niemand etwas weg, der Film wurde bis zum Finale angesehen. Es war der tollste Film für diesen Menschen, ungeachtet, ob Ihr persönlich findet, er war noch nicht abgeschlossen.

Es war das perfekte Leben, genau dieses Menschen – wenn Ihr den Heimgang so schmerzlich beklagt, impliziert Ihr, dass dieses Leben nicht perfekt und vollständig abgeschlossen war. Dem ist nicht so.

Der freie Wille der Seele steht über allem.

Wir wissen, dass das kein Konzept für Euch ist, wenn Ihr voller Schmerz seid. Versucht dennoch, die Planung für Euren Heimgang so zu sehen – wenn auch nur für einen Moment. Erkennt, dass das Ablegen Eures physischen Körper nicht das Ende bedeutet.