Besuch im Kinderhospiz „Sternenbrücke“ in Hamburg


 

 

 

 

DeutschlandBeim Besuch des diesjähren "Tag der offenen Tür" im Kinderhospiz Sternenbrücke war ich mehr als überwältigt. Die Villa in Hamburg Rissen, die nun die Palliativeinrichtung beherbergt, war Ausflugsziel von über 4000 interessierten Besuchern. Zwei riesige Reise-Shuttle-Busse ermöglichten die bequeme Anreise, dennoch blieben diese in der kleinen Straße zwischen den parkenden Autos stecken.

Die Sternenbrücke ist nicht nur Begleitung am Lebensende, und eine Entlastungspflegeeinrichtung für die ganze Familie, sondern auch Trauerbegleitung für die verwaisten Familien nach dem Heimgang des Kindes. Die Sternenbrücke wurde 2003 eröffnet und stetig weiter ausgebaut, seit 2010 können auch junge Erwachsene bis 27 Jahren aufgenommen werden. 

 

 

Garten der Erinnerung

Das liebevoll eingerichtete Hospiz mit der wunderschönen Parklandschaft lässt den medizinischen Hintergrund vergessen. Der "Garten der Erinnerung" beginnt mit zwei gepflasterten Wege nebeneinander, die separieren sich dann in unabhängige Serpentinen - am Ende des Weges des Kindes steht ein Wasserbrunnen, auf dessen Grund ein Spiegel montiert ist, der den Himmel reflektiert -- die Reise des Kindes.

Jeder Heimgegangene erhält hier ein Lampe mit seinem Namen darauf, und bietet so den Hinterbliebenen einen Ort des Rückzugs. Einige verwaiste Familien fühlen sich dem Heimgegangenen hier viel näher, als auf die Friedhof.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eingangsbereich, jedes Kind erhält seinen Stern

 

 

Jedes "Sternenkind" erhält seinen eigenen Stern im Eingangsbereich, in diesen Stern schreiben die Eltern den Namen des Kindes nach seinem Heimgang. 

Die kleinen Patienten werden liebevoll als "Gäste" bezeichnet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn ein Kind seinen Übergang in die geistige Welt vollendet hat, wird die Kerze neben der Engels-Figur angezündet, um die Krankenschwestern und Pfleger bereits beim Betreten des Gebäudes zu informieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

Abschiedsraum - mit Sternenhimmel, Schutzengel und Kühlbett

 

Der Abschiedsraum ist einer der hellsten und schönsten im ganzen Haus. Er ist mit einem speziellen Kühlbett ausgestattet, sodass die verwaisten Familien in Ruhe Abschied nehmen können. Bis zu 5 Tagen kann der Körper des Heimgegangenen aufgebahrt werden, nach 2 Tagen wird eine durchsichtige Glashaube auf des Kühlbett gesetzt, um die Kühlung aufrecht zu erhalten. Die Trauerbegleiterin sagte, dass fast alle Familien die vollen 5 Tage zur Abschiedsnahme nutzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

   

Kreatives Bemalen des Sarges

Während der 5 Tage des Abschieds können die Eltern und Geschwister den Sarg selbst bemalen. Die Särge werden kunst- und liebevoll gestaltet. Einmal, so erklärt uns die Schwester, wurde der Sarg des Kindes knallrot angemalt und wie ein Bobby-Car mit Lenkrad und Reifen dekoriert, weil das Kind sein Bobby-Car so sehr liebte.

Das heimgegangene Kind wird dann von der Familie in diesen Sarg umgebettet, ohne das ein unpersönlicher Blech-Sarg des Bestatters zum Einsatz kommt. Auch verschließen die Eltern das Schloss am Sarg selbst.

Die Bestatter wertschätzen diese Art der Abschiedsnahme, so werden die "Gardinen" im sogenannten "Leichenwagen" entfernt, damit der liebevoll gestaltete Sarg von allen gesehen werden kann.

Mit dem Zeitpunkt des Übergang des Kindes, wird der Aufenthalt der Familie zu 100 % mit Spendengeldern finanziert. Vorher, im Pflegefall, wird dies durch den Tagessatz der Pflegekassen bestritten. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Impressionen des Hospizes

 

Überall haben Künstler ihre kindgerechten und lustigen Kunstwerke hinterlassen. Hat jemals ein ordinärer Türrahmen schönere Verzierungen gesehen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Timbo und Trüffel

Im Frühjahr 2017 ziehen diese beiden Dauergäste im Hospiz ein, und bereichern so die Arbeit des Teams und den Aufenthalt der Gäste: Timbo und Trüffel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Snoezelen-Raum

Das Wort Snoezelen ist eine Fantasie-Wortschöpfung zweier niederländischer Zivildienstleistender aus den holländischen Wörtern für "kuscheln und dösen". Es steht für Enspannung mit Klängen, Lichtern und einer kuscheligen Atmosphäre. Der Snoezelen-Raum im der Sternenbrücke hat ein warmes Wasserbett, unter dem Bass-Lautsprecherboxen angebracht sind, damit die Bässe in der abgespielten Lieblingsmusik auf das Wasser und somit auf den Körper des Patienten überträgt. 

Für weitere Informationen klicken Sie auf das Bild/click picture for direct link

Link zur Sternenbruecke

 

Garten der Erinnerung

Erinnerungsgarten

 

 

 

Sterne

Bild_Sterne

Engel im Eingangsbereich

Eingang2

 

 

Abschiedsraum 

 

Abschiedsraum_Sternenbruecke

Abschiedsraum2

Kühlbett im Abschiedsraum

 

bunt bemalter Sarg

selbstbemalter Sarg

 

 

Malerei am Eingang jedes Zimmers Rahmen2

 

Timbo2 Timbo

 

  

Kunstvoll gestaltetes Aquarium

Entspannungsraum

 

spielplatz

 

Teddy und Kind

Engel

 

 

 

 

England

Visiting the Open Day at the children hospice "Sternenbrücke" (Starbridge), I was truly overwhelmed and stunned by the amount of people showing up. The country residence, now housing the hospice was a destination for more than 4000 people on the 1st of May. Two shuttle coaches (double-deck size) tried to get people back and forth, only to find themselves stuck in the street, which was packed with cars.

The Sternenbrücke is not only end-of-life care for the youngest, and a facility for discharge care for whole families but also for grief counsulting for the orphaned family after the loved one passed over. Grand opening of the Sternenbrücke was 2003, it grows constantly and since 2010 young adults till the age of 27 are admitted.

 

 

 

Garden of Memory

One does forget the medical background, when strolling through the tenderly decorated and furnished interior, and the parkland with its "Memory Garden". This garden starts with two tiled pathways side-by-side. Later on both paths seperate and form serpentines. At the end of the childs path stands a water fountain, with a mirror on its button, to reflect the sky - the pathway of the child.
Every spirit person gets their own lamp with their name on, to provide a save place for the bereafed families to return to. Some of the orphaned families do feel, this place brings them closer to their loved one, than the graveyard.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Entrance Area, every child got their star

 

 

Every "Starchild" gets his/her own star in the entrance area, in which the parents paint in the childs name after passing on. "We are not able to give more days to our lives, but we can give more life to our days", says the display. 

Lovingly the little patients are refered to as guests.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

When a child completed his/hers transistion to the spirit world, the candle beside the angelic statue is lit, to inform nurses and caretake when they enter the building.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

    

Room for lying to rest - with starlit sky, guardian angel and cooling bed

 

This room is the brightest and most beautiful room in the hospice. It equipped with a special cooling bed, which allows parents to take farewell. The loved one can be rest for up to 5 days - after two days a crystal glass dome will maintain the cooling of the body. The grief counselor told, that almost every orphaned family uses the full period of 5 days. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

  

  

     

  

Self-decoration of the casket

During the 5 days of farewell, the parents and the siblings are given the chance to paint and decorate the coffin of their beloved child themselves. Once, a nurse explains, has a casket be painted in glaring red, as the colour of a Bobby-Car, and most certainly got a stiring wheel and tires, just like the Bobby-Car the beloved child loved so much.

The parents themselves transfer the body of their beloved child into the self-decorated coffin, an undertakers metall-coffin will not be used at all. The parents also turn the key to the lock of the coffin, as the last act of worthshipping.

With the point of death the stay of the family at the hospice is provide at 100 % by donations. Before that the hospice receives a daily rate out of the care funds.

 

Also the undertakers are worthshipping these coffins as pieces of art and admiration, as they take off the curtains of the funeral cars, so that every person can see the coffin. 

 

 

 

 

 

 

 

More impression of the hospice

 

Artists have painted the whole hospice child-oriented and funny. Did you ever encounter a more beautiful decoration to an ordinary door frame?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Timbo and Trüffel

This spring these two new regulars have moved in, to support the work of the staff members and to enhance the stay of the guests: Timbo and Trüffel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

The Snoezelen-Room

The word Snoezelen is a fictional word creation by two Dutch caretakers, who used the words for snuggle and snooze to create "snoezelen". It stands for relaxation with lights and sounds. In the Sternenbrücke the Snoezelen-Room contains a warm waterbed with loudspeakers underneath, so that the low frequencies of the bass would permeate the water and therefore the guest.